Mehrfarbig Plottern – eine Einführung / Anleitung

Mehrfarbig plottern - eine Einführung - Anleitung

Unsere Motive sind zum größten Teil für’s mehrfarbige Plottern ausgelegt. Wobei man auch das ein odere andere Motiv genauso gut einfarbig verwenden kann (das hier gezeigte Teddymotiv sieht z.B. ohne Hut auch einfarbig sehr niedlich aus). Heute möchte ich euch aber erst einmal die Angst vor „Mehrfarbig Plottern“ nehmen. Denn so schwer ist das gar nicht.

Allgemein möchte ich anmerken, dass wir für unsere Dateien keine Reihenfolge festlegen, wie und wann welche Folie kommen muss. Das hat einen Grund: deine Farbwahl :)). Mehrfarbig Plottern heißt, dass du wirklich frei in deiner Farbwahl bist. Auch wenn wir in unseren SVG Dateien die einzelnen Teile eingefärbt haben. Und je nachdem, wieviel verschiedene Farben du bei den Folien nimmst, umso unterschiedlicher kann die Reihenfolge sein. Ich gehe gleich in der Anleitung noch mal beim Bereich „Backen“ und „Schnauze“ genauer darauf ein.

Mehrfarbig Plottern – Anleitung

  1. Ich empfehle dir, dass du erst einmal alle Teile deiner Plotterdatei ausplotterst. Diese dann einmal alle entgitterst und auf deinem Projekt (in unserem Fall das Shirt) einmal positionierst. Du kannst jetzt schon einmal sehen, ob alle Einzelteile in der richtigen Größe geplottert wurden und sie farblich wirklich so wirken, wie du wolltest. Außerdem entsteht in diesem Stadium auch der Plan fürs Aufbügeln oder Aufpressen. Allgemeiner Tipp: Achte beim mehrfarbigen Plottern darauf, dass nicht mehr als 3 Schichten Folie übereinander sind. Zudem solltest du nicht mit Flock mehrfarbig plottern. Lediglich als oberste Schicht wäre Flock denkbar (durch die Flockstruktur hält Flex nicht so gut auf der Flockfolie). Also Flex -> Flex -> Flock wäre denkbar, Flock -> Flex -> Flex nicht =).
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  2. Jetzt nimmst du die Folie einmal wieder komplett von deinem Stoffuntergrund. Ich zeig dir in dieser Anleitung das mehrfarbige Plottern mit einer Textilpresse. Es funktioniert aber auch mit Bügeleisen. Ach ja, auch beim Mehrfarbig Plottern gilt: du solltest nur vorgewaschene Stoffe verwenden. Bevor ich die erste Folie auf den Stoff presse, lege ich meinen Stoff einfach einmal ohne Folie unter die Presse. Sozusagen das Material einmal vorpressen =).
  3. Dann legst du den Untergrund deines Plotts auf den Stoff und presst ihn einmal nach Herstellerangaben auf’s Shirt. Denk daran, dass du gerade über die ersten Folien im Verlaufe des Pressens noch öfters mit Wärme drüber gehst. Du solltest daher die Zeit zum Anpressen zu gering wie möglich halten. Durch die folgenden Anpressungen wird der „Untergrund“ deines Plotts auf jedenfall richtig fest halten. Ich z.B. ziehe die Transferfolie schon ab, selbst wenn die Flexfolie noch nicht richtig hält. Eure Einzelteile sollten aber so fest sein, dass sie nicht mehr verrutschen können, bzw. komische Falten oder Formen bilden.
  4. Jetzt lege ich so viele Folien drauf, wie ich kann. Das heißt: Alle Folien, die direkten Kontakt mit dem Hintergrund haben und wo keine weitere Folie mehr dazwischen muss. Eventuell musst du aber doch noch einen Zwischenschritt machen. Hätte ich z.B. die Backen des Bären nicht auseinander geschnitten (die wären ja eigentlich über die Bärenschnauze hinweg  miteinander verbunden), hätte ich erst nur Hut und Schnauze aufpressen können und dann in einem nächsten Schritt die Backen. Denn natürlich darf beim Plottern nicht Transferfolie über Transferfolie liegen. Ich hab aufgrund dessen die Transferfolie der Backen so zugeschnitten, dass sie nicht auf der Transferfolie der Schnauze liegt. Denkbar wäre übrigens auch, dass du Schnauze und Backe in gleicher Farbe plottest und dann würde das Problem mit 2 Tranferfolien auch nicht vorhanden sein. Du siehst, die Schritte beim mehrfarbig Plottern (egal ob Aufbügeln oder Aufpressen) hängen wirklich von deinen Einzelteilen ab. Wie viele du hast und wie viele verschiedene Farben.
  5. Jetzt fehlt nicht mehr viel. Augen und Nase & die Streifen auf dem Hut können aufgepresst werden. Auch hier wäre ja z.B. möglich gewesen – falls du die Augen in einer anderen Farbe als die Nase hast – diese bereits im Schritt zuvor mit anzudrücken. Natürlich nur, wenn die vielen Transferfolien das zugelassen hätten. Ich lasse aber Augen und Nase hier lieber miteinander verbunden. So kann ich sie einfach besser zueinander ausrichten.
  6. Tadaa. Mehrfarbig Plottern so gut wie erledigt =). Wenn ich nicht zu viele Pressschritte bis hierhin gebraucht habe, presse ich gerne noch einmal den fertigen Plott ohne jegliche Transferfolie an. So verschwinden auch „Aufdrücke“ die z.B. durch die Transferfolien vielleicht entstehen. Kleiner Tipp an dieser Stelle: falls ihr Backpapier zum Anpressen oder Bügeln benutzt…. passt auf, dass diese nicht zu verknittert ist. Sonst habt ihr schön viele Knitteraufdrücke auf eurem Plott =). Ich weiß, wovon ich rede #lach#.  Und der zweite Tipp an dieser Stelle: passt auf, dass die Gesamtzeit Anpressen nicht zu groß wird. Sprich nicht 10 Pressgänge. Sonst lauft ihr Gefahr, dass eure Folien (gerade die ersten Schichten die ihr angepresst habt) schrumpelig werden oder z.B. etwas einlaufen. Das hängt auch immer von der Qualität eurer Folien ab.
  7. Aus der Presse raus sieht das Ganze dann so aus =). Perfekte Grundlage zum weiteren Verarbeiten.Mehrfarbig plottern - eine Einführung - Anleitung
  8.  In diesem Beispiel wurde aus dem süßen Bärengesicht ein Puppenshirt. Und dank der Glitzerfolie musste die Puppe hier im Hause das Shirt auch sofort anziehen und durfte es auch nicht mehr ausziehen =).
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Ich hoffe, ich konnte euch mit der Anleitung ein bisschen weiterhelfen und alle Fragen sind beantwortet. Falls noch etwas unklar ist, schreibt mir doch einfach eine Mail oder hier einen Kommentar. Dann kann ich den Beitrag übers „Mehrfarbig Plottern“ noch ergänzen.  Die Bärengesichtsdatei gibt es übrigens hier:  Als Einzel Bär oder hier als Teil unseres Geburtstagsparty Bären Paket.

Viel Spaß beim Plottern,
eure Christiane

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